Sonntag, 11. Mai 2014

„Ich werde niemals Drogen nehmen.“, sagte sie.
„Ich hab gar kein Bedürfnis danach, außerdem hab ich da schon zu viel Scheiße drüber gehört. Okay, Grasrauchen stell ich mir jetzt nicht so schlimm vor, aber diese chemischen Sachen werde ich niemals nehmen, da kann man ja direkt abhängig von werden.“
Erzählte sie mir einige Male, ich glaubte ihr und alles war gut. Doch nun? Ja, nun ist sie nicht mehr so klar im Kopf. Erst kam das Gras, dann der Rest. Ich hab keine Ahnung was schon alles den Weg in ihre Blutbahn fand, ich will es auch gar nicht wissen.
Ich frag mich nur: Wann hörte die Willensstärke auf „Nein“ zu etwas zu sagen, von dem man weiß, dass es einem auf Dauer schaden wird?
Es fing von 0 auf 100 an, ich konnte gar nicht so schnell begreifen was da nun überhaupt los war. Auf einmal war es cool Gras zu rauchen, und dann war es cool sich Pillen zu schmeißen und Pappen zu lutschen.

Und am besten alles in Verbindung mit Alkohol.


Ich will lieber wieder sauberere Menschen um mich haben, Menschen die keine fragwürdigen Substanzen zu sich nehmen müssen, um die Farben des Lebens wahrnehmen zu können.

Samstag, 3. Mai 2014

Suche Trend, biete mein Ich.

So oder so ähnlich würde ich die Mentalität der Menschen meiner Generation und der nachfolgenden zusammenfassen.
Scheißegal welche Ambitionen man besitzt, scheißegal was einem wichtig ist. Man will das Leben, was einem angenehmer, schöner, reicher und vor allem beliebter vorkommt. Medien gaukeln uns vor wie man aussehen muss, wie man sich anziehen soll, welche Dinge man mögen muss.

Bullenscheiße.
Ich will mein Ich nicht ermorden und wegschmeißen um ein Leben unter einer Maske führen zu können. Wenn meine Mitmenschen mich lieber haben, wenn ich mich verstelle, kann ich gut und sehr, sehr gerne auf sie verzichten. Ich finde es widerlich von Menschen umzingelt zu sein, die sich vor ihrem Ich schämen, die Sachen tun, sagen und tragen nur um allen zu gefallen.
Es ist wichtig sich selbst zu gefallen, und wenn man das nicht hinbekommt, weil jeder einem das Gefühl gibt ein dummer Bastard zu sein oder sogar nicht richtig existent, dann sollte man sich in eine Therapie begeben.
Nicht, weil man ein Psychopath sein könnte, sondern um zu lernen mit sich umzugehen, um mehr auf sich selber, seine Werte und so weiter, eingehen zu können. Damit man weiß auf welche Leute man zugehen kann, wem gegenüber man sich nicht verstellen muss um aus diesem Spinnennetz der Unmenschlichkeit raus zu kommen.

Es gibt Bereiche in der Anpassung das A und O sind, verallgemeinert ist das wohl der Beruf.
Aber das sollte die Ausnahme sein, das sollte einfach ein Teil der Plackerei sein für den man seinen Lohn ausgezahlt bekommt. Aber wenn man Die Krawatte abgelegt oder den Overall ausgezogen hat sollte man wieder zu seinem Ich kommen und sich um dieses kümmern.

Menschen die das hinbekommen kann man, meiner Meinung nach, nur bewundern. Soweit ich das alles beobachten konnte gibt’s diese Art von Mensch aber nur sehr selten. Zu selten.