Samstag, 29. Dezember 2012

Es ist schwierig etwas in Worte zu fassen, das einem wirklich wichtig ist. Oder es ist einem wichtig, obwohl es das nicht sein sollte. Die Wichtigkeit irgendwelcher Dinge, Situationen, Personen ist wohl ein ziemlich konfuses Thema.
Ich weiß, dass ich einiges einfach vergessen oder ignorieren sollte, es wäre einfach einfacher.
Aber einfach steht mir wohl nicht.
Fehler der Vergangenheit kann man nicht rückgängig machen, wenn man es trotzdem versucht, scheint anfangs vielleicht wieder alles in Lot zu sein, nach einer Weile merkt man aber wohl, dass etwas nicht stimmt, sich einfach nicht so anfühlt, wie es sich anfühlen sollte. Ich denke das liegt am Gewissen. Menschen sind dazu verurteilt Fehler machen zu müssen, um zu lernen, um sich selber kennenzulernen und natürlich um später nicht nochmal den selben Fehler zu begehen. Trotzdem hätte ich so manch einen Fehler gerne nicht gemacht. Das kann man sich aber scheinbar nicht aussuchen. Vermissen ist ein ganz schön unschönes Gefühl, finde ich.
Besonders wenn man etwas vermisst, was man nie wieder kriegen wird. Ich hoffe nur, dass dieses Vermissen irgendwann mehr und mehr nachlässt, dass ich etwas neues finde. Irgendwas, was mich erfüllt.
Ich suche nicht, suchen brachte mir bisher nichts. Wenn alles passiert wie es nun mal passiert ist es richtiger als sich etwas aufzuzwingen nur weil man etwas will. Man muss nicht darum kämpfen seinen Willen zu bekommen, man muss darum kämpfen diesen Willen festhalten zu können. Das ist wohl das schwierigste..

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Mein Riekerium

Es ist der Ort an dem ich leben will. Mein Ort eben.
Eine Hütte aus Holz in einem Laub- und Nadelwald, zwei Räume, eine Küche mit Gasherd, vielen Pfannen, Töpfen, Messern und anderem Kochbesteck und viel Platz um sich kulinarisch auszuleben, ein Badezimmer, ausgestattet mit einer Dusche in der sich ein Regenschauerduschkopf befindet, ziemlich mittig im Bad ist eine tiefe, runde Wanne mit Whirlpoolfunktion und am Waschtisch ist ein großer Spiegel. Mein Wohnzimmer braucht keinen Fernseher, aber eine Musikanlage die CDs, Kassetten und auch Langspielplatten abspielt, ein Radio brauch ich nicht, denn die Welt existiert nicht, daher gibt es keine Nachrichten oder ähnliches, außerdem steht ein großes Bücherregal in dem Zimmer, und ein gemütlicher Lesesessel auf dem ich stundenlang lesen kann und ein großes Sofa mit vielen Kissen und Wolldecken habe ich auch, darauf kann  ich mich legen und mich in meiner Musik verlieren und träumen. In meinem Schlafzimmer steht das bequemste Bett das man sich vorstellen kann, ebenfalls mit vielen Decken und Kissen – die Hütte hat ein flaches Dach – an der Zimmerdecke ist ein riesiges Fenster und über dem Fenster ist der Himmel. In der Hütte riecht es nach Zitrone und Vanille. Wenn ich die Hütte verlasse stehe ich mitten im Wald, in einem Wald, der nach Wald riecht, in dem Tiere noch leben können und es auch tun. Der Wald hat kein Ende, egal wie weit man geht. Es gibt einen klaren See in dem man ohne Ekel baden und schwimmen kann. Das Wetter ist immer schön, meistens angenehm warm aber manchmal schneit es und der Schnee bleibt liegen bis es wieder warm wird. Das ist mein Riekerium. Der Ort, der unmöglich möglich ist. Der Ort, in dem ich leben und glücklich sein will.
Und leider nur eine Phantasie die nirgendwo anders als in meinem Kopf entstand.

Wünschte ich mir eine Welt wie die jetzige, lebte ich in meinem Riekerium?






Begriffserklärung:
das wort „riekerium“ ist natürlich bloß ausgedacht, wie das was es beschreibt, es setzt sich aus meinem ersten vornamen „rieke“ und dem wort „imperium“ (bedeutet: großes, zusammengehöriges Gebiet oder auch „großreich“) zusammen.