Montag, 7. März 2011

Für längere Strecken, die man mit dem Zug fahren möchte, sollte man sich anscheinend echt immer einen Platz reservieren – es sei denn man möchte durch den halben Zuge geschickt werden, weil einem gesagt wird „In den letzten 3 Wagen ist noch reichlich Platz!“. Wäre an sich ja kein Problem, allerdings schleppt man dann seinen Koffer mit, der gefühlte 40kg wiegt. Dann quetscht man sich auf den nächsten, freien Sitzplatz & fährt den Rest der Strecke. Wenigstens hat sich der Zug nur ca. 3 Minuten verspätet & kam für Bahnverhältnisse pünktlich am Zielort an. Ohne Reservierung wird’s manchmal echt einfach zu stressig.
Also, angekommen, glücklich, aus dem Zug raus zu sein. Jetzt kann man den Koffer bis zur Treppe hinter sich herziehen, ihn nach unten tragen, ihn weiterziehen.. außer natürlich man muss noch jemanden von einem anderen Gleis abholen. Nächste Treppe wieder rauf, toll, die Rolltreppe funktioniert nicht. Schicksal, sicher. Man schleppt sich mit samt Koffer hoch, wartet, auf der Anzeige erscheint die Info, dass der Zug ca. 5 Minuten Verspätung hat, JUHU.
10 Minuten später, Kumpel ist auch endlich da, man schleppt den Koffer wieder runter & bewegt sich Richtung Ausgang & sucht seine Unterkunft, ein Hostel, ein 4Bettzimmer für zwei Personen. Okay, Hostel gefunden, lange Schlange an der Rezeption, die Laune sinkt mehr & mehr. Man hat vorher gebucht, das macht alles etwas stressfreier, man füllt einen Zettel aus, man bekommt die Rechnung & seine Zimmerkarten, will in sein Zimmer gehen, schließt die Tür auf.. ZUGEMÜLLT & UNGEMACHT, man verliert ein bisschen den Glauben an die Menschheit. Eine Putzkraft läuft vorbei, & spricht einen an, warum man vor der Zimmertür hockt, man zeigt das Zimmer & die Putzkraft meint, sie sagt unten Bescheid, ca. eine Dreiviertelstunde vergeht, die nächste Putzkraft kommt vorbei, begrüßt einen, fragt kurz nach, geht weiter.. Nach zwei Stunden hat das Personal es geschafft sich zu überwinden, dass Zimmer fertig zu machen. Die Hostelcheffin gibt zum Trost was an der Bar aus. Das Zimmer ist endlich gemacht & man kann einziehen. Okay, es ist schon später Nachmittag & man hat keine Lust mehr auf irgendwas. Also versucht man sich mit dem Zimmer zu engagieren.. man ist keine halbe Stunde eingezogen, kommt eine Putzkraft rein, entschuldigt sich, geht wieder.. & dass passierte noch 3 Mal an dem Tag. Am nächsten Tag morgens auch noch einmal.. Echt, toller Komfort. Der Rest verlief eigentlich ziemlich glatt, man hat sich fertig gemacht & ist in die Stadt gelatscht um mal ein wenig was zu sehen, aber da Rosenmontag war hat das nicht unbedingt viel gebracht, Düsseldorf ist also megavoll, megabetrunken & meganervig, also nach zwei Stunden etwa wieder zurück zum Hostel, gegen 19Uhr nochmal raus um was zu essen. Wieder im Hostel die Logindaten für die Wlannutzung verlängern lassen & wieder auf's Zimmer. Die Zeit vergeht so, man ist am Laptop, der Fernseher läuft, man macht sich schonmal bettfertig, die Tür geht auf, ein Mann mit Reisetasche kommt rein & tadah, ein neuer Zimmergenosse. Ohne Vorwarnung, ohne unser Einverständnis. Was gibt’s schöneres? Richtig, vieles !
Hoffentlich wird die restliche Woche nicht genau so wundervoll.
Ich wünsche allen, bei ihrem nächsten Ausflug, mehr Glück als mir.

Okay, der neue Mitbewohner hier ist echt freundlich, 
wenigstens ein kleiner Trost.

Adé.

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